Ostwärts in den Westen

Geplant ist eine Einladung nach Bremen von DDR-Flüchtlingen, die im August/September 1989 über die Prager Botschaft in die BRD ausreisen konnten. Im Rahmen dieses Besuchs- und Begegnungsprogramms sollen zehn ehemalige Prager Botschaftsflüchtlinge aus dem ganzen Bundesgebiet nach Bremen eingeladen werden. Im Rahmen dieses Besuchsprogramms in Bremen soll am ersten Abend ein Gesprächsabend mit einigen der Gäste stattfinden. Zwei ausgewählte Akteur/innen aus der Gruppe der Botschaftsflüchtlinge sollen mit anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu Fragen der (un)eingelösten Visionen vom Herbst 1989 auf Freizügigkeit und demokratischer Mitbestimmung ins Gespräch kommen. Weitere Gäste aus der Gruppe sind eingeladen, in Bremer Schulen von ihren Erfahrungen 1989 und in den 1990er Jahren zu berichten. Ein weiterer wichtiger Programmpunkt ist ein moderierter Gesprächsnachmittag mit den 10 Gästen, in denen sie zu verschiedenen Themenbereichen ihrer Erfahrungen miteinander in Austausch treten. Dort sollen in verschiedenen Themeneinheiten folgende Fragen bearbeitet werden: Aus welchen Gründen und Motiven verließen die Menschen damals die DDR? Wie erlebten sie ihren Weg nach Prag und welche Berührungspunkte gab es zwischen den deutschen Geflüchteten und der tschechoslowakischen Bevölkerung? Was erwarteten sie in der BRD, welche Hoffnungen und Träumen hatten sie damals? Wie erlebten sie ihre Ankunft in der BRD, mit welchen Schwierigkeiten mussten sie umgehen, welche ihrer Vorstellungen ließen sich realisieren und welche nicht? Wie schauen sie heute auf ihren Lebensweg zurück? Diese Fragen sollen dann in einer weiteren, für den Oktober/November 2020 geplanten Diskussionsrunde unter dem Titel „Deutsche mit Migrationshintergrund? Was braucht es für eine ‚Generation Gesamtdeutschland`?“ vertieft werden.

Das Projekt wird verschoben auf Frühjahr 2021.