NS-Unrecht „Entartete Musik"

Verfolgte Swing-Tänzer:innen und Jazzmusiker:innen in Nordwestdeutschland, Tschechien und Polen

Das transnationale Projekt nimmt die NS-Verfolgungspraxis der nordwestdeutschen Swing-Jugend, der tschechischen Potapki und der Swing- und Jazzmusikszene im besetzten Polen vergleichend in den Blick und erarbeitet multiperspektivische, interdisziplinäre und partizipative Vermittlungsformate.

Das Projekt schafft in allen drei Ländern ein öffentliches Bewusstsein für diese besondere Form der Widerständigkeit und des damit verbundenen NS-Unrechts. Durch Empathie förderndes und kompetenzorientiertes Lernen befähigt es junge Menschen zu einer diskriminierungssensiblen Urteilsfähigkeit in der Gegenwart.

Es ermöglicht die Grundlage für eine langfristige interdisziplinäre und transnationale Kooperation der beteiligten Partnerorganisationen und leistet einen Beitrag zu einem gemeinsamen europäischen Gedächtnisraum.

Zielgruppen der Vermittlung sind Schüler:innen, Studierende, Musik- und Geschichtsinteressierte sowie die Jazz- und Lindy Hop-Szenen in den beteiligten Ländern. Das Projektthema wird über Formate wie Workshops (Tanz, Musik, Vermittlung von Inhalten), Interviews mit Nachfahren von Verfolgten und Zeitzeug:innen, Lesungen, Vorträge, Podiumsdiskussionen, Dokumentarfilme, Ausstellungen, Konzerte, Tanzveranstaltungen und historische Swing-Walks vermittelt.

Im Rahmen des Projektes werden mit Schüler:innen und Studierenden partizipativ zwei Dokumentarfilme und  eine Ausstellung erarbeitet. Während eines Swing-Exchange-Wochenendes in Bremen wird mit Lindy Hop-Tänzer:innen aus Tschechien und Polen eine gemeinsame Tanzperformance entwickelt, die an den verschiedenen Standorten im Jahr 2025 auf ungewöhnliche Weise der Öffentlichkeit präsentiert wird.

Über diese Projektwebsite und unsere Social-Media-Kanäle informieren wir über das Projekt und seine Aktivitäten.

 

Projektteam

Natalie Reinsch

Projektleitung

Philipp Mangels

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Ramona Rücker

Social-Media-Managerin

Melika Yildizová

Studentische Hilfskraft

Förderung