Veranstaltungstipp: ŠTETL FEST 2024

Veranstaltungstipp: ŠTETL FEST 2024

Dieses Jahr findet wieder das Festival Štetl Fest in Brno statt, das wir wie jedes Jahr wärmstens empfehlen wollen:

Das Thema der Ausgabe 2024 lautet: „Das jüdische Trauma in der Kunst von Kafka bis Barbie“: Das jüdische Trauma in der Kunst von Kafka bis Barbie. Der Titel und das Thema umfassen ein weites Feld wichtiger Herausforderungen, insbesondere den Versuch, das jüdische Trauma zu benennen, seine Weitergabe an die nächsten Generationen und auch die Notwendigkeit, es in künstlerischen Ausdruck zu verwandeln. Das Festival will seine historische Entwicklung und seine Überschneidungen mit der Gegenwart darstellen und untersuchen, wie das jüdische Trauma in das Leben der Menschen in der heutigen Gesellschaft übertragen wird. Wie beeinflusst es die heutige politische, künstlerische und wirtschaftliche Welt? Ist es möglich, es zu bewältigen?

Das ganze Programm auf Englisch und Tschechisch:
https://www.stetl.cz/

Veranstaltungstipp: Kafka Band live am 6.6. im Theater Bremen

Festival Rückschau

Zu unserer Veranstaltung zu tschechischen Zwangsarbeiter:innen, die Anfang April am Denkort Bunker Valentin stattgefunden hat, gibt es jetzt auch einen Mitschnitt als Podcast.

Podcast online

Festival Rückschau

Zu unserer Veranstaltung zu tschechischen Zwangsarbeiter:innen, die Anfang April am Denkort Bunker Valentin stattgefunden hat, gibt es jetzt auch einen Mitschnitt als Podcast.

Team des Projekts „NS-Unrecht“ stellt sich vor

Lernt uns kennen


Hi! Wir sind das deutsche Team hinter dem Projekt: „NS Unrecht ‘Entartete Musik’“.

Im folgenden Beitrag möchten wir uns vorstellen.

Wir sind beim Bremer Bündnis für deutsch-tschechische Zusammenarbeit e.V. angesiedelt und arbeiten in Bremen.

Natalie Reinsch

Hi! Meine Name ist Natalie Reinsch und bin die Leiterin des Projekts „NS-Unrecht ‚Entartete Musik‘“. Ich bin Historikerin und Kuratorin mit einem Fokus auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Da  ich leidenschaftlich gerne Swing tanze, war mir die Verfolgung der Swing Jugend durch das NS-Regime bekannt, da ich den Film „Swing Kids“ gesehen habe. Ich habe das Projekt konzipiert, um neue Bildungsprogramme über die Geschichte des Nationalsozialismus und den Widerstand dagegen zu entwickeln. Die Beschäftigung mit der Geschichte des Lindy Hop und die Verfolgung von Swing-Tänzer:innen während des Nationalsozialismus eröffnen die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Themen wie Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus, aber auch mit Widerstand und den Spielräumen des Einzelnen in einem totalitären Staat auseinanderzusetzen.

Natalie Reinsch, Projektleitung

Philipp Mangels

Philipp Mangels, Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Moin. Ich bin Philipp Mangels, Kulturhistoriker mit Schwerpunkt auf Ostmitteleuropa und Teil des Teams um des Bremer Bündnis für deutsch-tschechische Zusammenarbeit. Bereits in meinem Studium habe ich mich wesentlich mit Sub- und Jugendkulturen beschäftigt und ich sehe in der Swing-Jugend viele Anknüpfungspunkte zu diesem Thema. Besonders faszinierend finde ich dabei die Selbstbestimmung junger Menschen, die sich weder von Erwachsenen, noch von Regimen vorschreiben lassen, wie man zu leben hat. In unserem Projekt freue ich mich insbesondere auf die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen, die auch heute klare Vorstellungen von ihrem eigenen Lebensstil haben. Ich möchte nicht nur über die Geschichte lehren, sondern auch viel von den Jugendlichen lernen.

Ramona Rücker

Hallo! Mein Name ist Ramona. Ich mache gemeinsam mit Melika das Social Media des Projekts. Studiert habe ich Public History und Medienwissenschaft mit einem Fokus auf Erinnerungskulturen als auch Medienkommunikation und NS-Aufarbeitung.
Seit meiner Kindheit tanze ich, hauptsächlich Hip Hop, weshalb ich die Verfolgung von Swingtänzer:innen umso unvorstellbarer, ihr Engagement mutig und selbstbestimmt finde.
Ich freue mich auf dieses Projekt, weil ich es liebe, unterschiedlichste Menschen zu treffen und mit sowie durch sie zu lernen. Außerdem bin ich gespannt darauf, die Geschichte(n) der Swing-Jugend mit Euch zu teilen.

Ramona Rücker, Social-Media-Managerin

Melika Yildizová

Melika Yildizová, Studentische Hilfskraft

Hi! Ich bin Melika Yildiz, Studentin an der Universität Bremen.
Ich studiere Politik- und Religionswissenschaften und interessiere mich für die Geschichte des jüdischen Lebens, da ich jüdische Wurzeln habe.  Seit drei Jahren arbeite ich bereits in der PR-Abteilung des ŠTETL FEST, eines internationalen. jüdischen Festivals in Brünn. Zugleich bin ich (als Tschechin) Mitglied im Bremer Bündnis für deutsch-tschechische Zusammenarbeit.
Das Thema des Projekts „NS-Injustice degenerated music“ ist für mich äußerst interessant, da es eine andere Perspektive auf die NS-Zeit ermöglicht. Deshalb bin ich sehr froh, Teil des Teams zu sein. Gemeinsam mit Ramona bin ich für die sozialen Netzwerke des Projekts zuständig.

Festival Rückschau

Festival Rückschau

Foto: Moritz Röber

Unser jährliches Festival „So macht man Frühling“ ist gestern zu Ende gegangen. Wir bedanken uns bei allen Helfer:innen, die das groaßrtige Festival möglich gemacht haben!

Auf unserer Festivalseite haben wir eine Rückschau zusammen gestellt, die hier abgerufen werden kann.

Klaas Anders im Interview bei Český rozhlas​

Klaas Anders im Interview bei Český rozhlas

Foto: Václav Jabůrek, Český rozhlas

Am Rande unserer Veranstaltung „Tschechoslowakische Zwangsarbeiter:innen in der Region Bremen“ hat unser Vorsitzender Klaas Anders mit Václav Jabůrek von Český rozhlas zur Geschichte des Ortes gesprochen. Der Beitrag ist hier zu finden: Nová ponorka každých 56 hodin?

Ein weiterer Beitrag vom tschechischen Rundfunk über unser Festival, der bereits vor einer Woche ausgestrahlt wurde, in dem auch Daniel Schmidt aus unserem Vorstand interviewt wird, ist hier archiviert.

 

Auftakt des Projekt NS-Unrecht „Entartete Musik“​

Auftakt des Projekt NS-Unrecht „Entartete Musik"

Foto: Moritz Röber

Auftakt des Festivals des „So macht man Frühling“ mit der Vorstellung unseres Projekts.

Zu Beginn gab es eine spannende Podiumsdiskussion mit Birgit Köhler, Petr Koura und Andrzej Rumianowski über die tschechischen „Potápky“, die Bremer „Swing-Kids“, das Aussehen der Swing-Jugendlichen allgemein und die Verfolgung von Jazz- Musiker:innen in Polen.

Dann zeigten Eléna und Christin die Grundrhythmen des Lindy Hop.
Die beiden brachten die Teilnehmenden wortwörtlich zum „Bouncen“.

Schlussendlich spielte „die beste Swing-Band“ Tschechiens (Jakub Šafr & Swing Trio Avalon) zusammen mit Sophia Lamoš.

Bis in die Nacht wurde fleißig das Tanzbein geschwungen.

Danke an alle Anwesenden sowie an das gesamte Team für diesen wunderschönen Abend!

Eindrücke der Veranstaltung

Kick-Off: NS-Verfolgung von Swing-Tänzer:innen und Jazzmusiker:innen in Bremen, Tschechien und Polen

NS-Verfolgung Von Swing-Tänzer:Innen Und Jazzmusiker:Innen In Bremen, Tschechien Und Polen

Als Festivaleröffnung und zum Start des Projekts „NS-Unrecht ‚Entartete Musik‘. Verfolgte Swing-Tänzer:innen und Jazzmusiker:innen in Nordwestdeutschland, Tschechien und Polen“ des BBfd-tZ diskutieren die Projektpartner:innen aus Prag, Warschau und Danzig mit der Bremer Historikerin Birgit Tillmann über die unterschiedliche Verfolgungsmethoden des NS-Regimes. Außerdem stellen sie vor, was an den vier Standorten bis Dezember 2025 an Aktivitäten geplant ist, um dieses bislang wenig bekannte NS-Unrecht im öffentlichen Bewusstsein der drei Länder sowie transnational zu verankern.

Im Anschluss spielt die tschechische Swing-Band Jakub Šafr & Swing Trio Avalon. Das Konzert findet als Social Dance in Kooperation mit dem Bremer Tanzverein Swing Man Tau statt.

Begrüßung: Michael Maj, designierter tschechischer Honorarkonsul in Bremen

 

Sa., 06.04.2024

Diskussion, Konzert und Tanz

Vereinte Evangelische Gemeinde Bremen-Neustadt (Große Krankenstraße 11, 28199 Bremen)

19:00 Uhr

Eintritt frei

Anmeldung (hier klicken)

Zu Gast: Birgit Köhler, Petr Koura, Andrzej Rumianowski, Justyna Gorgoń

Moderation: Natalie Reinsch

Das Projekt wird in der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) gefördert.

Jakub Šafr & Swing Trio Avalon

Klavier: Jakub Šafr

Klarinette: Martin Voříšek

Schlagzeug: Jan Kubeš

Gesang: Petra Chlebníčková

BBfd-tZ bei der 16. Geschichtsmesse

BBfd-tZ bei der 16. Geschichtsmesse

Wir waren als Bremer Bündnis für deutsch-tschechische Zusammenarbeit vom 29.02.2024 – 02.03.2024 zu Gast bei der 16. Geschichtsmesse der Bundesstiftung Aufarbeitung auf dem Ringberg in Suhl.

In diesen drei Tagen wurden viele Debatten geführt: Es wurde beispielsweise gefragt, ob die Zeit der euphorischen Aufarbeitung vorbei ist und ob Aufarbeitung als politisches Vehikel in einem politisch-normativen Sinne jemals in der Lage war, die komplexen Lebensrealitäten der Menschen in der DDR abzubilden und ernstzunehmen. Der Historiker Martin Sabrow plädierte daher für ein Ende der Hoffnungen und Enttäuschungen, die der sehr deutsche Begriff der Aufarbeitung transportiert.

Außerdem ging es mit Blick auf das Wahljahr 2024 – das neben der Europawahl die Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg umfasst – auch um Herausforderungen in der Bildungsarbeit. Interessante Diskussionen der Podiumsteilnehmer:innen entfachten unter anderem darüber, wie historisch-politische Bildung vielfältiger und multiperspektivischer werden kann, um die Realitäten der post-migrantischen Gesellschaft abzubilden. Zudem wurde tagesaktuell diskutiert, wie gegen verstärkt geäußerten und gezeigten Antisemitismus und Desinformationen über soziale Medien vorgegangen werden kann, vor allem in Bezug auf Kinder und Jugendliche.

Viel Raum wurde bei dieser Geschichtsmesse den teilnehmenden Vereinen, Stiftungen, Museen und Gedenkstätten gegeben, die ihre Projekte untereinander vorstellten. Mit dabei waren auch unsere Freund:innen der Universität Hamburg, die auf ihr Projekt „Orte der Unsichtbarkeit“ zurückgeblickt haben. Die Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung macht die Geschichtsmesse für Vertreter*innen von historischen Projekten besonders attraktiv.

Im Abendprogramm diskutierten die Autor:innen Hendrik Bolz und Ines Geipel die Auswirkungen der Diktaturerfahrungen in der DDR im Familiengedächtnis, während die Musikerinnen Grit Diaz de Arce und Bibiana Malay mit der Inszenierung „the dark side of the GDR“ schwarze Lebensrealitäten in der DDR in den Blick nahmen.

Unter den vielen Diskussionsteilnehmerinnen in Suhl waren auch Verteter:innen der Politik.

So diskutierten Bodo Ramelow und Linda Teuteberg, was es heißt, für Ostdeutschland Politik zu machen, während Claudia Roth die Wichtigkeit der Förderung historisch-politischer Bildung betonte. 

Für uns als Bremer Bündnis für deutsch-tschechische Zusammenarbeit e.V. bleiben viele Eindrücke aus Suhl, die uns besonders im Hinblick auf unsere Projekte im Bereich der Bildungsarbeit viel mitgegeben haben.

Unsere Eindrücke