Bremer Bündnis für deutsch-tschechische Zusammenarbeit

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Anne Leuchtner

Anne Leuchtner

Foto: Manja Herrmann

Anne Leuchtner wurde 1989 als Anne Barbara Kappel in Schorndorf geboren, kurz nach der Flucht ihrer Eltern in den Westen. Den Zweitnamen bekam sie als Erinnerung an Hans-Dietrich Genscher und dessen Ehefrau Barbara. Heute ist sie selbst Mutter zweier Kinder, arbeitet in einem Dentallabor und wohnt mit ihrer Familie in Westhofen bei Worms

War die DDR-Vergangenheit in deiner Familie ein Thema?

Tatsächlich wurde sehr oft darüber gesprochen. Immer wenn Bekannte und Verwandte da waren und natürlich auch jedes Jahr zu den Schlagdaten war das immer Thema. Als Kind war es auch immer ein Highlight, wenn wir nach Prag eingeladen wurden. Das erste Mal bewusst beim 10-jährigen Jubiläum. Da war ich ja auch 10. Bei dem Jubiläum oder beim 15-jährigen durfte ich in die internationale Schule in Prag und dort berichten. Da habe ich dann auch von Mitschülern und Lehrern mitbekommen, dass die sehr interessiert waren, dass ich da die ganzen Politiker kennenlernen durfte. Und da wurde mir erst bewusst, dass es auch Stück weit etwas Besonderes ist, was meine Familie da durchlebt hat.

Waren bzw. sind die Ereignisse kurz vor deiner Geburt wichtig für dein Selbstverständnis?

Ich mache heute Witze darüber. Ich sage immer, dass ich ein gezeugter Ossi, ein geborener Schwabe und ein lebender Wessi bin. Ich bin von allem ein bisschen.

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